Zytomegalievirus-Infektion – Gefahr in der Schwangerschaft

58 % der Schwangeren sind empfänglich für eine Zytomegalievirus-Infektion. In 75 % aller Erstinfektionen werden diese nicht erkannt, da sie ohne oder mit wenig Symptomen wie bei einer leichten Grippe stattfinden kann. Pro Jahr bedeutet dies, dass ca. 2000 – 4000 Schwangere erkranken. In 40 % kann diese Infektion auf das Kind in der Gebärmutter übertragen werden und besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft bei 1 % der Infizierten schwere Fehlentwicklungen auslösen. Besonders bei Kontakt mit Kleinkindern überträgt sich der Virus. Im Kindergarten scheidet jedes 4. Kind aktiv die Viren aus.

Wir in der Frauenarztpraxis AGZ empfehlen daher eine Kontrolle der Zytomegalie in der Schwangerschaft und das Einhalten von Hygieneregeln in der Schwangerschaft.

Folgende Regeln sollten beachtet werden:

  • Vermeiden von Speichel- / Schleimhautkontakten und regelmäßige Reinigung von Gegenständen und Oberflächen, die Kontakt mit dem Speichel von Kleinkindern haben.
  • Nur die eigene Zahnbürste und Handtuch nutzen.
  • Vermeiden von Kontakt mit Urin (besonders von Kindern unter drei Jahren).
  • Waschen der Hände mit Wasser und Seife mehrmals am Tag, besonders nach Kontakt mit Speichel oder Urin.

Unter Beachtung dieser einfachen Hygienemaßnahmen kann das Risiko, an Zytomegalie zu erkranken, reduziert werden.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ihr Team der Frauenarztpraxis AGZ