Empfängnisverhütung

Es besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Empfängnisverhütung. Dadurch lässt sich für jede und jeden eine Methode finden, die den persönlichen Neigungen entgegenkommt und gut vertragen wird.

Wie sicher eine Methode ist, beschreibt der Pearl-Index. Der Pearl Index gibt an, wie viele Frauen von 100 Frauen ungewollt schwanger werden, wenn sie ein Jahr eine Verhütungsmethode anwenden.

Bei regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr ohne Empfängnisverhütung liegt der Pearl-Index altersabhängig bei 85 (20 jährige Frauen) bis 30 (40 jährige Frauen) und gibt damit die Fruchtbarkeit wieder.

Auch bei Problemen und Fragen rund um das Thema Verhütung beraten wir Sie gerne.

Gynefix

Was ist GyneFix®?
Die Kupferkette GyneFix® ist ein hormonfreies Verhütungsimplantat, welches mit dem Anspruch entwickelt wurde, bei hoher Sicherheit und Zuverlässigkeit gleichzeitig möglichst frei von Nebenwirkungen zu sein. Die GyneFix® wird in die Gebärmutter eingesetzt und zählt zu den Langzeitverhütungsmethoden. Ein großer Vorteil dieser Verhütungsmethode ist, dass man nicht täglich an sie denken muss. GyneFix® ist bequem. Einmal eingesetzt, braucht man sich für die nächsten fünf Jahre um das Thema Verhütung nicht zu kümmern. Zudem ist Wirkungsverlust durch Anwendungs- bzw. Einnahmefehler ausgeschlossen.

Die GyneFix® Kupferkette besteht aus kleinen Kupfergliedern, die wie Perlen auf einem chirurgischen Faden aufgereiht sind. Das obere Ende der GyneFix® Kupferkette wird mit Hilfe einer speziellen Verankerungstechnik im Dach der Gebärmutter fixiert. Dies macht ein Abstoßen oder Verrutschen theoretisch unmöglich.

Die Gebärmutterhöhle unterscheidet sich in Form und Größe von Frau zu Frau. Verglichen mit den herkömmlichen Modellen der Spirale, bietet die GyneFix® Kupferkette den Vorteil, dass Sie ohne einen Plastikträger auskommt. Weniger flexible konventionelle Spiralen in Einheitsgröße, führen nicht selten zu einer Disharmonie. Form und Größe der Gebärmutter passen manchmal nicht mit den Maßen der Spirale zusammen. Gebärmutterkrämpfe und Blutungsstörungen können die Folge dieser Inkompatibilität sein.

Die Kupferkette GyneFix® ist besonders klein. Durch die Verankerung am oberen Ende der Gebärmutter hängt sie frei und passt sich der individuellen Form und Größe der Gebärmutter an.

Aufgrund ihrer geringen Größe beansprucht die Kupferkette GyneFix® nur wenig Raum in der Gebärmutter. Das macht die Kupferkette GyneFix® besonders verträglich und zu einer idealen Verhütungsmethode insbesondere auch für Frauen mit einer kleinen Gebärmutter.

Kupfer bewirkt eine Inaktivierung der Spermien. Die Kupferkette GyneFix® setzt kontinuierlich Kupfer-Ionen frei, welche die Spermien bewegungsunfähig machen und die Befruchtung der Eizelle verhindern. Zudem würde die Einnistung der Eizelle verhindert werden. Diese Doppelwirkung macht die GyneFix® besonders sicher. Durch die hormonfreie Wirkung bleiben der Zyklus und die natürlichen Abläufe im weiblichen Körper im Gleichgewicht. Mit dem Entfernen der GyneFix® ist die Fruchtbarkeit wieder hergestellt und eine Schwangerschaft direkt möglich.

Die Kupferkette GyneFix® verfügt über einen Pearl-Index von 0,1 - 0,5. Dies bedeutet statistisch betrachtet, dass von 100 Frauen, welche die GyneFix für ein Jahr als Verhütungsmethode verwenden, 0,1 - 0,5 schwanger werden.

Antibabypille

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Pearl-Index: 0,1-0,9
•    Vorteile: u.a. hohe Sicherheit, kürzere und schwächere Blutungen, Zusatznutzen z.B. bei Akne
•    Nachteile: u.a. Thrombosegefahr, Brustspannen, Kopfschmerzen, Blutungsstörungen

Hormonspirale

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0.16%
•    Auch die Hormonspirale wird während Ihrer Periode in die Gebärmutter eingesetzt. Die Spirale setzt je nach Produkt ca. 3-5 Jahre Hormone frei, die die Regelblutungen kürzer und schwächer machen können.
•    Vorteile: u.a. schwächere und weniger schmerzhafte Blutungen, an Verhütung muss nicht weiter gedacht werden
•    Nachteile: u.a. Brustspannen und Zystenbildung an den Eierstöcken, Blutungsstörungen

Dreimonatsspritze

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0,3 – 0,88
•    Die Dreimonatsspritze ist ein hormonelles Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) mit dem Gestagen als Alternative zur Antibabypille, das wie diese den Eisprung verhindert. Sie wird alle drei Monate als Depot in den Gesäß- oder Deltamuskel der Frau injiziert. Die Spritze ist ein Langzeitkontrazeptivum.
•    Vorteile: u.a. nicht an Verhütung denken zu müssen
•    Nachteile: u.a. Gewichtszunahme, Depressionen, Akne, Verringerung der Knochendichte

Minipille

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0,5 – 3
•    Vorteile: u.a. geringere Nebenwirkungen als die konventionelle Pille, kann auch in der Stillzeit und bei Risiken angewandt werden
•    Nachteile: u.a. häufig Schmierblutungen, unreine Haut

Vaginalring

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0,4 – 0,65
•    Vorteile: u.a. einfach zu handhaben
•    Nachteile: u.a. verstärkter Ausfluss, Kopfschmerzen, Thrombose

Verhütungspflaster

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0,72 – 0,9
•    Vorteile: u.a. leicht anzuwenden
•    Nachteile: u.a. Reaktion am Haftort des Pflasters, unregelmäßige Blutungen, Kopfschmerzen, Thrombose

Kupferspirale

•    Verhütungsart: Intrauterinpessare
•    Schwangerschaftsrisiko: 0,3 – 0,8
•    Vorteile: u.a. hormonfrei, beeinflusst den natürlichen Zyklus nicht
•    Nachteile: u.a. stärkere und schmerzhaftere Blutungen, Infektionen

Hormonimplantat

•    Verhütungsart: Hormonell
•    Schwangerschaftsrisiko: 0 - 0.08%
•    Verhütung durch das Einsetzen eines Hormon-stäbchens. Ein kleines Stäbchen wird während der Periode unter die Haut des Oberarms eingesetzt. Dort kann das Hormonstäbchen ca. 3 Jahre verbleiben. Auch durch diese Verhütungsmaßnahme können Blutungsstärke und Dauer abnehmen.
•    Vorteile: u.a. hohe Sicherheit
•    Nachteile: u.a. Akne, Kopfschmerzen, unregelmäßige Blutungen

Basaltemperatur

•    Verhütungsart: Natürlich
•    Schwangerschaftsrisiko: 3 – 20
•    Vorteile: kein Eingriff in die Körperfunktionen
•    Nachteile: lange Lernphase, regelmäßige Enthaltsamkeit erforderlich

Kondom

•    Verhütungsart: mechanisch
•    Schwangerschaftsrisiko: 2 - 12
•    Vorteile: kein Eingriff in die Körperfunktionen, Senkung des Infektionsrisikos
•    Nachteile: Beeinträchtigung beim Geschlechtsverkehr

Diaphragma

•    Verhütungsart: mechanisch
•    Schwangerschaftsrisiko: 1 - 20
•    Vorteile: kein Eingriff in die Körperfunktionen, relativ einfach
•    Nachteile: Übung erforderlich